Wer gesund leben möchte, sollte genügend Grünzeug essen. Im Grüngemüse steckt viel Chlorophyll, ein Stoff, der uns nicht nur Sauerstoff schenkt.

Nicht jeder Mensch ist ein Fan von grünen Lebensmitteln – trotzdem gilt die Regel: je grüner, desto gesünder! Je dunkler und intensiver das Obst oder Gemüse im Grünton strahlt, desto mehr Chlorophyll steckt drin. Aber was macht das sogenannte Blattgrün so gesund?

Was ist Chlorophyll?
Wer im Biounterricht aufgepasst hat, weiss, worum es sich bei Chlorophyll handelt: Ohne diesen natürlichen Farbstoff wären Pflanzen nicht grün und könnten keine Photosynthese betreiben. Bei diesem Prozess werden Kohlendioxid, Wasser und Lichtenergie mithilfe des Blattgrüns von einer Pflanze in Sauerstoff und Glukose umgewandelt. Chlorophyll versorgt uns aber nicht nur mit Atemluft, sondern kann uns auch auf andere Weise zugute kommen – vorausgesetzt es steht regelmässig auf unserem Speiseplan.

Chlorophyll für eine gesunde Blutbildung
Unser Blut ist zwar rot, profitiert aber vom Blattgrün! Kein Wunder, dass dieses den Beinamen „Grünes Blut“ trägt. Was das Chlorophyll so gesund für den Lebenssaft, der durch unsere Adern fliesst, macht? Seine chemische Struktur. Diese ähnelt nämlich der von Hämoglobin, dem roten Blutfarbstoff, der in unserem Körper vorzufinden ist. Einzig ihr Kern unterscheidet sich: Während sich im Zentrum vom Chlorophyll ein Magnesium-Molekül befindet, sitzt dort beim Hämoglobin ein Eisen-Molekül. Das Blattgrün hilft trotzdem beim Sauerstofftransport in den Adern und trägt so zur Bildung neuer Blutzellen und zur Reinigung des Blutes bei.

Chlorophyll gegen Eisen- und Magnesiummangel
Auch Spurenelemente lassen sich durch Chlorophyll effektiver vom Körper nutzen, da es die Resorption (also Aufnahme) von Eisen und Magnesium steigert. In einer Studie stellte Dr. Arthur Patek 1936 sogar fest, dass grüne Lebensmittel, die viel Chlorophyll enthalten, in Kombination mit Eisen die Menge des Hämoglobins im Blut eines Menschen schneller ansteigen lassen als blosse Eisenpräparate. Mangelerscheinungen im Zusammenhang mit einem Magnesium-Defizit lassen sich ebenfalls durch den Konsum chlorophyllhaltiger Nahrungsmittel vorbeugen. Dieses Mineral braucht unser Körper für gesunde Muskeln und Nerven.

Chlorophyll gegen freie Radikale
Umweltbelastungen und Schadstoffe in unserer Nahrung führen dazu, dass sich in unserem Körper gefährliche freie Radikale (wie Schwermetalle) breit machen. Diese lassen uns altern, können im schlimmsten Fall aber auch Krebserkrankung(en) oder Alzheimer auslösen.
Hier kann Chlorophyll ebenfalls helfen, Abhilfe zu schaffen. Wissenschaftler fanden heraus, dass das Blattgrün eine antioxidative Wirkung hat und deshalb Schadstoffe im Körper bekämpft. Zudem bindet es krebserregende Stoffe, was zu einer krebshemmenden Wirkung führt.

Chlorophyll kann noch viel mehr
Die Vorteile des Blattgrüns sind aber noch weitaus vielfältiger! Wer Chlorophyll zu sich nehmen möchte, isst automatisch mehr grüne Lebensmittel – und diese enthalten für gewöhnlich viel Vitamin A, C und K sowie Folsäure, Vitamin B6, Kupfer, Kalzium und Kalium. Hinzu kommen gesunde Fettsäuren und essentielle Aminosäuren. Darüber freut sich der Körper natürlich! Kein Wunder also, dass Chlorophyll ausserdem die Verdauung anregt, die Wundheilung unterstützt und schlechten Körper- oder Mundgeruch vertreibt.

Welche Lebensmittel enthalten viel Chlorophyll
Ganz viel Chlorophyll steckt in grünem Blattgemüse wie Grünkohl und Spinat, aber auch Broccoli und grüne Erbsen sowie Gurken enthalten es. Kräuterfans können auf Brennnessel, Petersilie und Koriander zurückgreifen, während in Sachen Obst die haarige Kiwi die Nase vorn hat. In Deutschland weniger bekannt ist derweil die grüne Süsswasseralge Chlorella, die sich – wie der Name schon andeutet – perfekt als Chlorophyll-Quelle eignet. Wer auf Smoothies steht, sollte sich auf jeden Fall für die Farbe Grün entscheiden und mindestens eine Zutat, die reich an Chlorophyll ist, in den Mixer geben!

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